Iran dementiert Stopp von Öllieferungen

16.02.2012

Atomkonflikt Iran dementiert Stopp der Öllieferungen

Erst hieß es, die Regierung in Teheran stellt die Ölversorgung für sechs EU-Staaten sofort ein, nun wird doch weiter geliefert. Allerdings soll es neue Konditionen geben.

Das iranische Erdölministerium hat Berichte der eigenen staatlichen Medien über einen angeblichen Stopp der Erdölexporte in sechs EU-Staaten dementiert. "Es ist unklar, woher diese Berichte stammen, aber es gab keine Entscheidung, weder vom Ministerium noch von der Regierung, die Erdölexporte in die EU zu stoppen", sagte Generaldirektor Mohsen Kamsari der Nachrichtenagentur Isna.

Zuvor hatten der staatliche Nachrichtensender Press TV und andere Medien im Iran den Exportstopp ohne Angabe von Quellen gemeldet. Am Vormittag waren die Botschafter von sechs EU-Mitgliedsländern ohne nähere Angaben von Gründen in das iranische Außenministerium zitiert worden.

Nach Berichten des iranischen Staatsfernsehens wurden Diplomaten aus den Niederlanden, Griechenland, Portugal, Italien, Frankreich und Spanien einbestellt. Die Einberufung erfolgte nach Darstellung des spanischen Botschafters, Pedro Villena, weil die iranische Regierung die Länder über neue Bedingungen für Öllieferungen informieren wollte.

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