Deutsch-Iranische Wirtschaftsbeziehungen - mehr als nur Geschäfte


Eine Stellungnahme der Deutsch-Iranischen Handelskammer e.V. Hamburg


Seit Monaten werden in verschiedenen Medien und von politischen Gruppen Versuche unternommen, die Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbeziehungen zu reduzieren, zu stören oder Firmen und Verbände zu diskreditieren, die die jahrhundertelangen Beziehungen beider Länder pflegen und fördern.
Wir wenden uns entschieden gegen solche Versuche und rufen auf zu einer sachlichen und ideologiefreien Beurteilung der Beziehungen zwischen dem Iran und Deutschland. Entsprechend der Satzung unserer Kammer handeln wir politisch, weltanschaulich und kulturell neutral und sind unabhängig von staatlichem Einfluss durch die Islamische Republik Iran oder die Bundesrepublik Deutschland.
Wir rufen alle Unternehmen dazu auf, die bestehenden Sanktionsgesetzgebungen gegen den Iran genauestens einzuhalten, kritisieren aber diese Sanktionen in der laufenden Diskussion überall dort, wo sie unklar oder in sich unstimmig sind oder wo der bürokratische Aufwand für betroffene Unternehmen nicht akzeptabel ist.
Wir sehen die Differenzen um die Atomfrage als politisches Problem, das nur politisch gelöst werden kann. Wir halten es weder für sinnvoll noch für zielführend, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern als politisches Druckmittel einzusetzen. Die Produkte und Dienstleistungen, die zwischen den beiden Ländern legal und in Übereinstimmung mit den bestehenden Sanktionsregelungen gehandelt und erbracht werden, sind weder militärisch noch atomar nutzbar.
Wir bedauern, daß sich viele deutsche Banken aufgrund politisch motivierten Druckes aus dem Irangeschäft zurückziehen, während sie Jahrzehnte an diesem Land gut verdient haben. Wir befürworten eine genaue Prüfung der Waren, die in den Iran geliefert werden, fordern aber, daß dies kompetent und zügig erfolgt. Die Genehmigungsbehörden, der Zoll und alle anderen Beteiligten sind dafür personell entsprechend auszustatten.
Wir wenden uns gegen jeden Versuch, legale Handelsgeschäfte mit politisch motivierten Kampagnen von Außenseitern zu diskreditieren, die quasi jede wirtschaftliche oder kulturelle Beziehung mit dem Iran zu skandalisieren sucht, solange diese nicht in Ihr eigenes, realitätsfernes Weltbild paßt.
Die Deutsch-Iranischen Wirtschaftsbeziehungen sind seit Jahrhunderten gewachsen, sie bestehen in vielen Fällen nicht nur aus geschäftlichen, sondern auch freundschaftlichen Beziehungen zwischen Menschen beider Länder. Sie bieten neben geschäftlichen Begegnungen zahlreiche Möglichkeiten voneinander und übereinander zu lernen. Wir halten dies gerade in Zeiten, die von politischen Krisen geprägt sind für wichtig und setzen uns weiter für diese Beziehungen ein.


Deutsch-Iranische Handelskammer e.V.

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Die Branche in Zahlen

Die EU hat eine neue Durchführungsverordnung der Iran-Sanktionen erlassen, die teilweise gravierende Veränder ungen im Bereich der Güterlisten, Erdgas, Petrochemie und Finanzabwicklung beinhaltet.

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Praxisrelevante Konsequenzen der neuen EU Sanktionen behandelt die Veranstaltung am 16.01.2013. Praxisrelevante Konsequenzen der neuen EU Sanktionen behandelt die Veranstaltung am 16.01.2013.

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