„ Bereiten Sie sich auf die Zeit nach den Sanktionen vor"
 

Mohammad Nahavandian, Präsident der Iranischen Kammer für Industrie, Handel, Bergbau und Landwirtschaft ermutigte in einem Vortrag vor Mitgliedern der Deutsch-Iranischen Handelskammer e.V. in Hamburg, deutsche Unternehmen sich auf eine Zeit nach den Sanktionen vorzubereiten. „ Es gibt Hoffnung, dass die Tage der Sanktionen vorbeigehen“, so der Präsident der Iran – Kammer vor ca. 100 geladenen Wirtschaftsvertretern und Diplomaten.

Deutsche Unternehmen und Produkte genießen im Iran weiterhin einen hervorragenden Ruf, aber die Handelsbilanz sei im Jahr 2012 um 28 % zurückgegangen. In den letzten 10 Jahren haben sich dafür die Handelsbeziehungen zu China auf mehr als 13 Mrd. US-Dollar verfünfzehnfacht.

Dr. Nahavandian kritisierte die Sanktionen der Europäischen Union deutlich, es sei klar, dass die wirtschaftlichen Sanktionen die politischen Ziele nicht erreicht hätten. Es gibt erhöhte Transaktionskosten für Geschäfte mit Iran, es gibt Schwierigkeiten bestimmte Ersatzteile schnell zu erhalten, aber das eigentliche Ziel, die politische Position der iranischen Regierung zu beeinflussen haben die Sanktionen nicht erreicht.

Angesichts der Tatsache, dass es sogar Schwierigkeiten gibt Produkte wie Medizintechnik  oder Arzneimittel über normale Bankverbindungen zu bezahlen, könne man wirklich nicht von „smart sanctions“ sprechen. Den Preis dafür zahlen Patienten in iranischen Krankenhäusern und in iranischen Apotheken, nicht die Regierung.  

Das Potential Deutscher  Exporte nach Iran bezifferte der Chef der Iran-Kammer auf 12 Mrd. Euro. Aber der iranische Markt sei hart umkämpft. „ Asiatische Länder sehen die Chancen der augenblicklichen Situation und drängen auf den Markt“, so Nahavandian weiter.

Das Risiko für deutsche Unternehmen bestehe darin, dass die Treue zu Deutschen Produkten und Deutschen Marken nicht ewig bestehen werde. Er warnte vor dem Beispiel der USA, die vor der  Revolution der größte Handelspartner des Iran waren. „ Damals wollte jeder Iraner einen Cadillac“, so Nahavanian, “ fragen Sie die jungen Leute im Iran heute, sie kennen Mazda, Hyundai oder Honda. Cadillac ist vergessen.  (Bild: Silke.Mertins)

 zu den Bildern der Delegationsreise                         

 

 

 

 

 

 

                         

 

         

     
  • de
  • en
  • per


Deutsch-Iranische Handelskammer e.V.
Große Reichenstraße 14
D-20457 Hamburg

Telefon: +49-40-44 08 47
Telefax: +49-40-45 03 67 77

Email: info@dihkev.de

site created and hosted by nordicweb